Über uns

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Geschichte

Mit Handelsregistereintragung vom 16-09-1885 übernahmen die Kommerzienräte Clemens und Gustav Hilgenberg für 150.000 Goldmark vor gut 125 Jahren die in der Viehofer Straße in Essen gelegene Eisenwarenhandlung von Friedrich Grillo . Die Gründung des Unternehmens dagegen geht wohl auf dessen Großvater – Jeremias Grillo – zurück und dürfte damit um 1800 stattgefunden haben.

Clemens und Gustav Hilgenberg

Clemens und Gustav Hilgenberg

Mit den Jahren wurde das Geschäftshaus zu klein und mußte schließlich in 1910 einem Neubau weichen. Dieses Gebäude war nun über viele Jahre der Sitz der Firma, die sich sowohl mit dem Einzel- als auch mit dem Großhandel von Eisenwaren beschäftigte.

geb2Im März 1945 wurden die Bombenangriffe jedoch auch diesem schönen Haus zum Verhängnis: einer der letzten Großangriffe auf Essen legte alles endgültig in Schutt und Asche.

Zum Neuanfang nach dem Krieg hatte das Unternehmen Unterschlupf im Haus der damaligen Inhaberin, Frau Hilde Hilgenberg, gefunden. Das konnte jedoch nur eine Übergangslösung sein: Endlich – am 07-06-1951- konnte das Ladenlokal am alten Standort Viehofer Straße wieder eröffnet werden – ein Ereignis, was von der Presse als Pioniertat in der vom Krieg fast vollständig zerstörten nördlichen Innenstadt gepriesen wurde.

Zitat aus der Essener Allgemeinen Zeitung vom 10.12.1950:

„Hier mußte eine altansässige, wohlangesehene Firma nach dem Totalverlust schwere Opfer bei der Grundstücksneuordnung auf sich nehmen. Sie tat das aus einer Verpflichtung auch der Stadt gegenüber, aus einem alten Pioniergeist, der auch heute noch lebendig ist. Für diesen Pioniergeist zeugt schon in der Vergangenheit die Tatkraft, mit der die Firma, nachdem sie in den Achtziger Jahren des vorigen Jahrhunderts im Hause von Friedrich Grillo, dem Stifter des ersten Essener Stadttheaters, ein Geschäft in der Viehofer Straße betrieben hatte, einen repräsentativen Neubau am Eingang der Viehofer Straße errichtet hatte.“

Das Ladenlokal war im wesentlichen dem Einzelhandel gewidmet, für den Großhandel standen zunächst nur zwei kleine Büroräume im hinteren Bereich des Geschäftsraumes zur Verfügung.

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Die tatsächliche Geschäftsentwicklung stellte dieses Verhältnis auf den Kopf: Der Einzelhandel verlor zusehens an Bedeutung, die Großhandelsumsätze stiegen ständig.geb4

1960 hatte sich die Situation soweit stabilisiert, daß an die Aufstockung des Geschäftshauses gegangen werden konnte. Der Großhandel verließ die Hinterzimmer im Ladenlokal und zog in die 1. Etage.

Die Forcierung des Produktionsverbindungshandels mit Walzstahl, Schrauben, Norm- und Drehteilen sowie Werkzeugen/Kugellagern zeigten ständige Erfolge.

Im Jahr 1968 beträgt der Anteil des Einzelhandels am Gesamtumsatz gerade noch 5% – die Schließung dieses Geschäftsfeldes war eine logische Konsequenz.

War bis zum Ende der 80iger Jahre noch das traditionelle Stahlgeschäft die Stütze der Firmenumsätze, so schob sich doch zusehends die Bedeutung des Schraubengeschäftes mit Sonderschrauben, Norm- und Zeichnungsteilen in den Vordergrund.

Heute versteht sich die Firma Gebr. Hilgenberg, die immer noch ihre Eigenständigkeit als Familienunternehmen in der 4. Generation bewahrt hat, als bundesweit tätiger Anbieter von Dienstleistungen im Bereich des Produktionsverbindungshandels:

Schwerpunkt ist die Erfüllung kundenspezifischer Lieferwünsche für Sonderschrauben, wie z.B.

  • Dehn- und Schaftschrauben
  • Ankerschrauben, Bolzenschrauben
  • Stud Bolt etc.

sowie Zeichnungsteile, wie z.B.

  • Drehteile
  • Stanzteile
  • Frästeile

aus allen Werkstoffen und den verschiedensten Fertigungen. Natürlich gehört nach wie vor das gesamte Normteilprogramm zum Lieferumfang. Auch in den Unternehmensbereichen

  • Kugellager
  • Werkzeuge
  • Stahl

steht jahrzehntelanges Know-How stets bereit, um die Kundenwünsche zu erfüllen.